Crowdinvesting

Crowdinvesting

Junge Unternehmen stehen in der ersten Zeit nach ihrer Gründung häufig vor dem Problem, dass sie nicht ausreichend Kapital für ein schnelles Wachstum aufbringen können. Während das Kapital bei Startups für die Umsetzung der Geschäftsidee nötig ist, benötigen kleine und mittelständische Wachstumsunternehmen das Geld, um eine neue Produktpalette aufzulegen, ihre Produktionsanlagen auszubauen oder eine Expansion ins Ausland zu finanzieren.

Um diese sogenannte Wagniskapitallücke zu überbrücken, wenden sich die Unternehmen zunehmend an die Crowd – und das mit Erfolg. Insgesamt wurden so laut dem Informationsportal crowdinvest.de über 70 Millionen Euro über die Crowd bereitgestellt. Mit rund 73 Prozent ist der Großteil dieses Kapitals nach wie vor aktiv. Im Jahr 2016 lag das Finanzierungsvolumen für Startups und Wachstumsunternehmen bei rund 18,8 Millionen Euro und konnte damit maßgeblich dazu beitragen, innovative Geschäftsideen mit Kapital zu versorgen.

Auf Companisto finden Investoren verschiedene Investitionsmöglichkeiten, um sich an Startups oder Wachstumsunternehmen zu beteiligen. Während einer Kampagne können sich die Crowdinvestoren mit anderen Investoren und den Gründern austauschen. Die Investmentschwelle jeder Kampagne – also das minimale Finanzierungsziel – liegt bei mindestens 100.000 Euro. Wenn dieses Finanzierungsziel nicht erreicht wird, kommt keine Finanzierung zustande und alle Anleger erhalten ihr Geld zurück.

Darüber hinaus definiert das Startup selbst ein Finanzierungsziel und gibt an, wie es die eingeworbenen Mittel verwenden will. Investoren, die ihr Geld in einem Startup oder Wachstumsunternehmen anlegen, können auf unterschiedlichen Wegen Renditen erzielen. Bei Investitionen in Wachstumsunternehmen sind die Darlehen mit einem jährlichen Festzins in Höhe von 8 Prozent ausgestattet. Die Auszahlung erfolgt halbjährlich. Die Laufzeiten der Darlehen liegen zwischen drei und vier Jahren.

Investitionen in Startups sind dagegen mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren langfristige Investments. Zwar verfügen auch diese Darlehen über einen jährlichen Festzins von 1 Prozent, doch Investoren profitieren hierbei über eine Gewinn- und Exitbeteiligung. Wenn das Startup Gewinne erwirtschaftet oder verkauft wird, werden die Investoren anteilig daran beteiligt.

Crowdinvesting in junge Unternehmen ist eine Form des Wagniskapitals. Startups entwickeln innovative Geschäftsideen, die sich jedoch erst am Markt durchsetzen müssen. Investoren sollten also niemals ihr gesamtes Vermögen in Startups anlegen. Außerdem sollten sie ihre Investments auf mehrere Startup-Investments verteilen, um das Risiko zu streuen. Somit erhöhen sie die Chance, dass ein erfolgreiches Startup einen möglichen Verlust anderer überkompensiert. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Akademie-Beitrag „Diversifiaktion und Portfolio-Theorie“.

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